In der Logik entwickelte Aristoteles Regeln für Denkketten, die von bestimmten Voraussetzungen ausgehend immer zu richtigen Schlüssen führen sollten.

Die Hauptverbindungen im Denkprozess sind die sogenannten Syllogismen: Satzpaare, die zusammengenommen zu einem neuen Schluss führen.

Als klassisches Beispiel erscheint immer wieder folgender Syllogismus: Ausgehend von den Prämissen, dass 1. alle Menschen sterblich sind und 2. alle Griechen Menschen sind, ergibt sich der gültige Schluss, dass 3. alle Griechen sterblich sind. In seiner Logik unterscheidet Aristoteles zwischen Dialektik und Analytik. Für ihn werden anhand der Dialektik bloss die Behauptungen auf ihre logische Folgerichtigkeit hin überprüft, während die Analytik von Prinzipien ausgeht, die auf Erfahrungen und genauer Beobachtung beruhen. Damit vollzog er einen klaren Bruch mit Platons Akademie, da deren Vertreter die Dialektik als einzig angemessene Methode sowohl für die Wissenschaft wie auch für die Philosophie ansahen.
(384-322 v. Chr)